Teil 3

Die Fahrt nach Enafors und

schöne Touren im Snasahögarnamassiv

 

 

Nach meiner Tour durch den Rogen-Nationalpark blieb ich noch 3 Tage in Storvallen. Dann hatte ich mich entschieden, noch weiter nördlich nach Storlien zu fahren.

Herzlicher Abschied von Gote! Freitag am 9. März machte ich mich auf den Weg nach Östersund. Ich fuhr bei trübem Wetter über Idre, Sörvattnet, Linsell, zur linken Uferseite des Storsjön, dem großen See an dessen rechter Uferseite die bekannte Stadt Östersund liegt.

Kurz vor An verbrachte ich eine ruhige Nacht und fuhr den nächsten Tag über den quirligen Skiort Are nach Enafors.

 

Der Bulli schnurrte über die verschneiten Straßen ...

 

... und hielt auch bergab und in den Kurven gut die Spur.

 

Das ist Are, eine sehr beliebte Skistadt, knapp 60 km von der norwegischen Grenze entfernt. Eigentlich hatte ich vor, hier 2 Tage Skitage zu verbringen, aber alle Hotels waren belegt und so fuhr ich Richtung Storlien weiter.

 

Ein wenig abseits vom Weg, fast im Wald, entdeckte ich dieses herrschaftliche Holzhotel.

Es gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich mich hier gern einquartieren wollte.

 

Der Chef des Hotels überließ mir für eine Woche und fairem Preis diese Hütte.

 

Eine komfortable Küche, ein großer Mehrbettschlafraum für mich allein, ich war zufrieden und freute mich in Enafors zu sein.

 

Schon gleich nach meiner Ankunft schneite es.

 

Blick aus meinem Fenster auf die verschneite Winterwelt.

Mein erster Ausflug, diesmal ohne Pulka, begann in Rundhögen.

Der Trail zum westlichen Rücken des Snasahögarna querte den Fluss Enan auf dieser wackligen Hängebrücke.

 

Kurz nach der Hängebrücke ging es steil nach oben.

 

Dann stieg es nur allmählich den Berg hinauf. Das Wetter schien sich etwas zu bessern.

 

Dafür zog ein frischer Wind auf.

 

Die Passhöhe hatte ich fast erreicht ...

 

... und so machte ich eine halbe Stunde später eine längere Rast.

 

Mit meinen Langlaufskiern glitt ich in guter Fahrt wieder ins Tal hinab.

 

Jeden Tag unternahm ich, nur mit dem Rucksack auf dem Rücken, eine längere Cross-country Skitour auf die umgebenden Berge. Auch hier faszinierten mich die Weite, Stille und Einsamkeit des Fjälls.

 

Ab dem dritten Tag setzte die langerwartete Schönwetterphase ein.

Ich zögerte nicht und fuhr mit meinem Wagen zur Storulvans Fjällstation, um dort eine ausgedehntere Skitouren zu unternehmen.

 

Das ist der Parkplatz der Storulvans Fjällstation.

 

Und hier die Fjällstation selbst.

 

Blick auf den Snasahögarna, dessen Gipfel von Wolken umhüllt wurde. 600 m Aufstieg lagen vor mir. 50 m unterhalb des Gipfels hatte ich keine Sicht mehr und kehrte um.

Den nächsten Tag war die Situation ähnlich. Ich hatte wenig Sicht, dazu war es kälter und sehr stürmisch geworden.

Ich stieg hinter einer Tourengruppe auf gutem Trail dem Gipfel entgegen. Je höher ich kam, desto mächtiger wurde der Wind. Die Gruppe vor mir stoppte.

 

Der Wind wurde allmählich zum Sturm.

Die jungen Leute hoben schnell eine Schneegrube aus, um sich vor dem Wind zu schützen.

 

 

Auch ich hielt es für zu gefährlich in dem eiskalten, sturmartigen Wind weiter aufzusteigen und entschied deshalb, sofort zu Tal hinabzufahren.

 

Heute war es mein dritter Versuch. An diesem Tag war der Gipfel wolkenfrei, es wehte zwar ein starker Wind, den ich aber nicht als gefährlich einstufte. Ich war in guter Form und kam gut voran.

Es dachten wohl viele ähnlich, denn heute waren mehrere Gruppen unterwegs.

 

Ich freute mich, den Gipfel so klar vor mir zu sehen. Endlich war es mir vergönnt, die Spitze des Snasahögarna zu besteigen.

 

Doch oben auf dem Gipfel waren wir voll dem sturmartigen Wind ausgesetzt.

 

Mit dem Rücken zur Sturmfront, ließ ich mich fotografieren.

Mit diesem Aufstieg endete auch meine Zeit in Enafors. Am nächsten Morgen packte ich mein Auto und fuhr nach Malmö und Trelleborg.

 

Kleiner Stadtspaziergang durch Malmö.

 

In Trelleborg übernachtete ich noch einmal im Auto.

 

Meine Fähre legte erst am Nachmittag des 22. März nach Rostock ab, sodass ich noch Zeit für einen hübschen Strandspaziergang hatte.

Dabei wurden mir noch einmal die schönen Wintertage in Schweden bewusst, die ich in vollen Zügen genossen hatte. Erstaunlich wie schnell sie doch vergangen waren.

 

 

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